26. – 28. April 2019 / Trainingswochenende beim Enduro Action Team

15. Mai 2019 Aus Von Desertfox1603

Warum ein Training beim Enduro Action Team?

Rüdiger und ich haben zwar relativ lange Erfahrung auf reinen Straßenmotorrädern, aber da wir unsere beiden BMW R 1200 GS LC Adventure jeweils erst im letzten Jahr gekauft hatten und auf unserer Tour auch mit unterschiedlichen Straßenbelägen oder losem Untergrund rechnen müssen, überlegten wir uns Anfang des Jahres ein gemeinsames Offroad Training für Reiseenduros zu machen.

Als Veranstalter hatte ich aufgrund der Trainingsbeschreibung und den Rezessionen im Internet das „Enduro Action Team“ ausgewählt. Deren Trainingsgelände befindet sich in einem 120 ha großen Tagebau zwischen Dahlener Heide und Meltewitz bei Leipzig.

Wir hatten das 1-Tages-Endurotraining für Einsteiger gebucht, das sich laut Website ideal für Reiseenduro-Fahrer eignet die noch kein Endurotraining absolviert und keine oder nur wenig Fahrpraxis im Gelände gesammelt haben.

Sollte also passen!?

Traingsinhalte waren

  • Einführung
  • KnowHow zur richtigen Fahrzeugeinstellung
  • Körperhaltung beim Endurofahren
  • Balance- und Geschicklichkeitsübungen
  • Bremstechnik
  • Kurventechnik
  • Berganfahr- und abfahrtechnik
  • Trainingsfahrten auf dem Gelände
  • Individuelle Tipps für den Offroad-Alltag

Freitag, 26. April – Anreise

Da wir das Ganze entspannt angehen wollten hatten wir das Training für Samstag gebucht und sind beide auf unterschiedlichen Wegen getrennt schon am Freitag angereist.

Für die beiden Übernachtungen hatten wir eine Reservierung im

„Ferienhotel Wiesenhof“ in Schmannewitz

Ich fuhr gegen 11 Uhr bei strömenden Regen direkt von der Arbeit aus los, und aufgrund der relativ langen Strecke von knapp 460 Kilometern führte die Route nur über die Autobahn. Bis zum Kirchheimer Dreieck regnete es durchgehend, und durch zusätzliche kleinere Staus zog sich die erste Hälfte der Anreise ziemlich lange hin. Aber als ich bei Eisenach auf die A4 Richtung Osten abbog kam die Sonne raus, und der restliche Teil der Anreise war ein sehr entspanntes Fahren sodaß ich gegen 17 Uhr in Schmannewitz ankam!

Rüdiger war noch nicht da und wie ich per WhatsApp von ihm erfuhr würde er wohl auch erst gegen 19 Uhr eintreffen. Somit bezog ich erstmal unser schönes Zimmer im zweiten Stock des Hauptgebäudes und setzte mich dann bei Sonnenschein mit einem Weizenbier in den Biergarten.

Gegen 18:30 Uhr traf dann auch Rüdiger ein! Nach einer freudigen Begrüssung und einem gemeisamen Bier bezog auch er unser Zimmer. Nachdem er geduscht hatte konnten wir gegen 19:30 Uhr endlich was essen!

Gut gesättigt gingen wir um zirka 21 Uhr auf unser Zimmer und eine Stunde später war von uns nur noch ein sonores Schnarchen zu hören!!

Samstag, 27. April – Trainingstag

Nach einem guten Frühstück im Wiesenhof fuhren wir zu unserem Treffpunkt beim Enduro Action Team. Nach einigen Formalitäten (Haftungsausschluss, etc.) wurden die verschiedenen Trainingsgruppen eingeteilt und danach noch der Luftdruck der Motorräder auf jeweils 2,0 bar reduziert um im Gelände noch mehr Traktion zu haben.

Unsere Gruppe bestand aus 7 Männern zwischen 19 und 64 Jahren. Hannes, unser Instruktor führte uns nachdem alle bereit waren zum Trainingsgelände.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde fiel der erste Blick auf die Motorräder und Hannes erklärte uns worauf bei der Einstellung des Fahrwerks zu achten ist, warum im Gelände das ABS unbedingt abgestellt werden sollte und wie man sich stehend auf dem Bike positioniert damit man beim Fahren die beste Kontrolle beim Bremsen bzw. Beschleunigen hat.

Mittlerweile war auch die Sonne rausgekommen und das Training begann mit verschiedenen Fahrübungen.

Es folgten zwischen einzelnen Trainingsfahrten im Gelände, Balance- und Geschicklichkeitsübungen sowie Übungen zur Kurventechnik.

Zwischendrin war Mittagspause, und nach einem leckeren Schnitzelessen am Stützpunkt ging es eine Stunde später weiter mit Übungen in der Bremstechnik (Vollbremsung auf losem Untergrund), Berganfahr- und abfahrtechnik auf losem Untergrund und Wasserdurchfahrten.

Wiederum gab es zwischen den Übungen ausgedehnte Trainingsfahrten um das Gelernte auch im Gelände umzusetzen.

Gegen 16:30 Uhr hatten wir das Training abgeschlossen und mit einem kleinen Umweg durchs Gelände begaben wir uns wieder zurück ins Camp … ziemlich platt aber zufrieden mit dem was wir an Lerninhalten mitnehmen konnten.

Nachdem wir uns etwas erholt hatten, bekamen wir zum Abschied noch ein kleines Geschenk und ein gemeinsames Photo unserer wirklich tollen Truppe. 

Auf dem Rückweg zum Wiesenhof haben wir in Vorbereitung auf unsere Heimreise noch getankt und den Luftdruck wieder für Strassenverhältnisse angepasst. Anschließend ging es mit der Vorfreude auf ein kaltes Weizenbier wieder Richtung Schmannewitz.

Da der Tag doch recht anstrengend war sind wir nach dem Abendessen wieder relativ früh ins Bett.

Sonntag, 28. April – Abfahrtstag

Am nächsten Morgen haben wir es ruhig angehen lassen. Nach dem Frühstück wurde dann in Ruhe gepackt und danach ausgecheckt.

Gegen 9:30 Uhr gings dann auf die Heimreise! Es tröpfelte ein bischen weshalb ich sicherheitshalber den Regenkombi überzog. Rüdiger begleitete mich noch ein Stück bis wir uns dann auf der Autobahn endgültig trennten.

Wegen dem Ende der Osterferien hatte ich mit starken Verkehr und mögliche Stau`s gerechnet aber, ich wurde positiv überrascht … es lief wirklich gut  und trotz drei kleinerer Pausen war ich gegen 14 Uhr Zuhause.

Fazit unseres Trainingswochenendes

Es hat sich echt gelohnt und ist für jeden Motorradfahrer echt zu empfehlen, da man viel über die Beherrschung seines Bikes lernt was nicht nur im Gelände sondern auch auf der Straße hilfreich ist.